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Und es gibt Tage an denen man scheitert...


Und auch wenn man sich sehr viel ernsthaft vorgenommen hat, gerät man immer wieder in Situationen, in denen man genauso reagiert, wie man es eigentlich nicht mehr wollte... In denen man über Absprachen hinwegsieht, und in alte Muster, die man selbst so satt hat, verfällt. In Situationen, in denen man sich selbst in die Ecke drängt, in denen einen die Argumente fehlen, und es keinen Weg mehr gerade aus gibt. Und das alles nur, weil man sich selbst nicht eingestehen kann, dass man einen Fehler gemacht hat, weil man sich wieder in Ausreden verrennt, und dann mit dem Rücken gegen der Wand steht.


Ich selbst würde nach solchen Situationen am liebsten immer gerne verdrängen und versuchen weiter zumachen. Weil ich mir vormache, dass ich es das nächste Mal bestimmt besser mache, aber guck ich dann mal wenn es soweit ist... Ich setze mich nicht gerne mit mir, meinen Fehlern und mit meiner Beziehung zu anderen Menschen auseinander. Ich würde es am liebsten mit mir selbst ausmachen, dabei sollte ich endlich mal verstehen, dass das noch nie funktioniert hat, und es auch zukünftig nicht funktionieren wird. Ich muss mich den Problemen, die oft gar keine sind, aber dann zu Problemen werden, weil man sie ignoriert, oder Fehler nicht annimmt, sondern immer nur von einen weist, diesen Problemen muss ich mich stellen und ich selbst in die Verantwortung nehmen. Selbstmotivation bedeutet ganz klar auch Selbstverantwortung.


Ich suche zu oft die Fehler bei anderen, ich lebe die "Verteidigungsstratege" des inneren Kindes in Perfektion. Ich würde diese aber gerne durchbrechen und eine Selbstverantwortungs-Strategie entwickeln. Dass ich davon noch weit entfernt bin, hat mir der heutige morgen gezeigt. Aber darüber zu schreiben, führt mir die Eskalation und das Gespräch danach noch einmal anders vor Augen... No Mountain too high - no Valley too low...


Wir sollten versuchen unsere Schwächen und Fehler zu akzeptieren und daraus Stärken entwickeln. Das ist in der Theorie immer so schnell und leicht geschrieben.


Für mich konkret heißt das, nicht hinter jeder Frage einen Angriff zu sehen, und wenn ich mich bei irgendetwas ertappt fühle, dazu zu stehen, und keine blöden Ausreden hektisch rauszuschießen, denn das sind die Momente, in denen ich mich selbst in die Ecke dränge und mich schwächer mache, als ich eigentlich bin. Nicht der der seine Fehler möglichst immer vertuschen möchte ist stark, sondern der, der zu seinen Fehlern steht, und versucht daraus zu lernen.


Um aus seinen alten Mustern, die sich meistens schon in unserer Kindheit fest manifestiert haben in unserem Hirn, auszubrechen, muss man sich der Situation bewusst werden, und versuchen, sein instinktives Verhalten zu überlisten, und ein bewusstes Verhalten anzuwenden. Dass das eine sehr schwere Übung ist, seine Instinkte zu überlisten, das kann wohl jeder erahnen. Und dazu muss man bereit sein. Ich bin es oftmals noch nicht, ich lasse meiner gelernten Intuition immer noch zu schnell Raum zur Verteidigung.


Die Kunst liegt darin, positiv zu bleiben, auch bei Rückschlägen... Der Mensch hat in seiner Ur-Form gelernt, stets wachsam zu sein, und hinter jeder Bewegung in der Natur etwas Böses zu vermuten. Das war überlebenswichtig, und steckt leider noch in uns allen drin - bei manchen mehr, bei manchen weniger. Es fällt uns viel einfacher über Fehler und nicht so schöne Sachen zu reden, als über schönes. Einem Menschen ein Kompliment zu machen, oder Dankbarkeit zu zeigen, fällt einem sehr viel schwerer, als sich über "Fehler" zu beschweren, auch wenn sie unser Leben sehr viel weniger beeinträchtigen, als das die positiven Eigenschaften unser Leben bereichern. Diese Bereicherung nehmen wir oft als selbstverständlich, und vergessen nicht selten, uns bei unseren Mitmenschen zu bedanken, und ihnen zu zeigen, wie toll sie sind..



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